Historische Fahrzeuge der Wuppertaler Schwebebahn

Baureihe 98

1898 wurden 2 Wagen als Prototypen ausgeliefert, die auf einer 440 Meter langen Probestrecke zwischen Zoo und Varresbeck pendelten.

Baureihe 00 (Wagen 01-26 )

Zum offiziellen Betriebsbeginn wurden im Jahr 1900 26 neue Fahrzeuge angeschafft, davon waren 21 als Vorderwagen und 5 als Hinter- oder Nebenwagen ausgerüstet. Pro Wagen konnten 65 Personen befördert werden. Der Antrieb erfolgte mit Gleichstrommotoren deren Leistung 25 kW betrug. Ab 1912 wurden dann keine Einzelwagen mehr eingesetzt, sondern nur noch Zweiwagenzüge. Deshalb wurden auch 5 der Vorderwagen zu Nebenwagen umgebaut. Gebremst wurden die Wagen durch Bremsbacken, die mit Druckluft betrieben wurden. Dazu befand sich unter den Wagen ein röhrenförmiger Drucklufttank, der an den Endstationen stets befüllt werden musste.
Der Wagen 05 und der Nebenwagen 22 wurden erhalten und zum 75 jährigen Jubiläum der Schwebebahn restauriert. Er verkehrt auch heute noch als touristische Attraktion. Im Wagen 05 fuhr Kaiser Wilhelm II. zusammen mit seiner Frau Auguste Viktoria am 24. Oktober 1900 anlässlich eines Besuchs in Elberfeld und Barmen, deshalb wird er auch heute noch Kaiserwagen genannt.

Wagen 12
Zug der Baureihe 00 mit dem Wagen 12 (1967)
Der Kaiserwagen
Kaiserwagen (2008)

Baureihe 03 (Wagen 27-50 ) und (Wagen 51-56)

Zur Eröffnung des Abschnitts Kluse – Oberbarmen wurden weitere 24 Vorderwagen angeschafft. Diese sogenannten „Barmer Wagen“ konnten auch Dreiwagenzüge bilden. 1912 wurden nochmals sechs Nebenwagen angeschafft.

Baureihe 30 (Wagen 57 und 58)

Die Baureihe 1930 besteht nur aus einem Zug mit zwei Wagen, hier waren die Räder erstmals rollengelagert, und die Türen wurden elektropneumatisch angetrieben. Die Verriegelung wurde dem Fahrer mittels Kontrollleuchten angezeigt. Somit kam dieser Zug mit einem Zugbegleiter aus, bei den Zügen, deren Türen per Hand geschlossen wurden, musste in jedem Wagen ein Zugbegleiter mitfahren.

Umbaureihe 41 ( Umbau aus Wagen 14 und 53 )

Dieser Zug verfügte über einen Schneckenantrieb und einer hydraulischen Bremse, so dass ein Drucklufttanken an den Endstationen entfiel.

Baureihe 50 (Wagen 59-78)

Schon während des Kriegs bestellte man 60 neue Schwebebahnwagen, die aber erst 1950 zur Auslieferung kamen. Es konnten auch keine 60 Wagen geliefert werden, sondern es wurden nur 20. Deshalb konnten auch die Fahrzeuge der vorherigen Baureihen nicht ausgemustert werden, sondern mussten noch bis Anfang der 70er Jahre im regelbetrieb verkehren. Die Baureihe 50 verfügte über den erprobten und bewährten Schneckenantrieb. Durch die Verwendung eines geschweißten statt genieteten Wagenkastens waren die Wagen auch deutlich leichter. Erstmals konnte auch der Fahrer seine Tätigkeit im Sitzen ausführen. Zwei Einzelwagen bildeten jeweils einen Zug. Als Folge des Kriegs war die verbaute Qualität der Werkstoffe nicht sehr hoch, so dass den Wagen der Baureihe 50 nur eine gut zwanzigjährige Dienstzeit blieb.
Von den Wagen der Baureihe 50 sind wohl noch 2 Fahrzeuge existent, der Wagen 75 steht in Solingen und der Wagen 62 bei der Firma WE Elektronik in Norden.

Baureihe 50
Wagenzug der Baureihe 50 am Zoo/Stadion (1967)
Wagen 62 in Norden
Wagen 62 der Baureihe 50 in Norden (2017)

Umbaureihe U62 und U65

Im Jahr 1962 wurden die Wagen 65 und 66 umgebaut, sie erhielten ein Mittelteil das über zwei Gelenke mit den Wagenkästen 65 und 66 verbunden war. Somit war der gesamte Zug von vorne bis hinten begehbar. Er erhielt die Bezeichnung Tw 101 und wurde als einziges Fahrzeug dieser Zeit blau lackiert. Schnell hatt er seinen Namen weg:"Blauer Enzian". 1965 wurde dann ein zweiter Gelenkzug aus den Wagen 77 und 78 gebaut. Er behielt allerdings eine rote Lackierung. 1974 gingen beide Gelenkzüge an das damalige Technik-Museum in Bad Oeynhausen.

Tw 101 Der blaue Enzian
Der Blaue Enzian im Hintergrund wird die Station Alter Markt erbaut
Tw 102
Der Tw 102 in Hammerstein

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