Unfälle der Schwebebahn

Am Donnerstagabend, dem 17.10.2013 um 18.25 Uhr, kam es zwischen den Schwebebahnstationen Kluse und Landgericht zu einem Unfall der Wuppertaler Schwebebahn. Auf einer Länge von über 250 Metern löste sich die Stromschiene der Schwebebahn und stürzte teilweise in die Wupper, aber auch auf die B7 herab. Dabei wurden zwei parkende Autos, sowie das Fahrzeug einer Frau, die auf der B 7 unterwegs war, getroffen. Glücklicherweise gab es aber keine Personenschäden. Für die Bergungsarbeiten musste die B7 bis gegen Mitternacht komplett gesperrt werden. Der Schwebebahn-Zug 22, der die Unfallstelle zu dem Zeitpunkt befuhr, blieb auf Grund des Stromausfalls stehen. Die 76 Fahrgäste wurden über eine Drehleiter der Feuerwehr aus ihrer Lage befreit. Das Fahrzeug, das erst vor zwei Wochen aus der Hauptuntersuchung kam, wird bis zum Abschluss der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen am Unfallort verbleiben.
Betroffen war bei diesem Unfall aber nicht die Fahrschiene, sondern nur die Stromschiene über die die Fahrzeuge den Strom beziehen (vergleichbar mit der Oberleitung bei Strassen- oder Eisenbahn.)


Die Ursache

Der Absturz der Stromschiene an der Schwebebahn wurde durch einen falsch justierten Stromabnehmer verursacht, er verlor den Kontakt zur Stromschiene und riss sie dabei aus ihrer Aufhängung, sodass die Schiene herabfiel. Um dies in Zukunft zu verhindern werden an allen Stromabnehmern der 24 Bahnen (23 GTW und der Kaiserwagen) die Sollbruchstellen geändert, die dafür sorgen, dass sich die Abnehmer bei einer Berührung mit dem Gerüst schneller lösen und keinen Schaden anrichten. Die Sollbruchstelle entsteht durch seitlich halbkreisförmige Aussparungen, die in den Abnehmer gefräst werden. Ebenfalls werden bei dieser Maßnahme alle Stromabnehmer gewartet, überprüft und beim Wiedereinbau exakt justiert. Ein Herabfallen eines gebrochenen Stromabnehmers wird durch das Kabel verhindert, das den Strom von der Stromschiene zu den elektrischen Einrichtungen der Bahn führt. Sobald die Arbeiten abgeschlossen sind und die Technische Aufsichtsbehörde grünes Licht gibt, sollen die Bahnen wieder durchs Tal fahren, dies wird wahrscheinlich Anfang Dezember soweit sein.



» Youtube Video zum Umbau der Stromabnehmer

Bilder vom Unfallort (19.10.2013)

Unfall am 05.08.2008

Am 5. August 2008 wurde um 17.11 Uhr der Boden des vorderen Teils des GTW 24 durch den Ladekran eines Lkw aufgeschlitzt. Die Unfallursache war eine nicht genehmigte Krantätigkeit im Fahrprofil der Schwebebahn. Die Fahrgäste der Schwebebahn konnten durch die Feuerwehr mittels Drehleiter aus dem Zug geborgen werden. Der Fahrer des Lkw erlitt mehrere Knochenbrüche. Lange Zeit war fraglich, ob der Zug wieder repariert werden sollte. Schließlich entschied man sich aber dann für eine Reparatur in Vohwinkel.

Unfall am 05.08.2008

Unfall am 12.04.1999

Am 12.04.1999 ereignete sich um 5.47 Uhr ein schwerer Unfall. Der erste Zug der nach den Bauarbeiten in den Osterferien in Richtung Oberbarmen unterwegs war fuhr wenige Meter vor der Haltestelle Robert-Daum-Platz auf eine Metall- "Kralle", die auf der Fahrschiene saß. Das erste Drehgestell riss dabei ab und der Zug sprang aus den Schienen und fiel auf ein Fernheizungsrohr, das die an dieser Stelle hüfthoch Wasser führende Wupper Die beiden Waggons brachen auseinander. Fünf Menschen starben, 45 wurden teilweise schwer verletzt. In der Gerichtsverhandlung wurde als Unfallursache eine „Kette von Versäumnissen“ festgestellt. Die Arbeiten standen damals unter enormem Zeitdruck. Zum 100-jährigen Jubiläum sollte, so der damalige Plan, der Umbau der Schwebebahn abgeschlossen sein. Dabei wurde die Baukralle in der Dunkelheit schlicht übersehen. Die Wuppertaler Stadtwerke zahlten Opfern und Hinterbliebenen insgesamt 1,3 Millionen Mark Schadenersatz.

Unfall am 12.04.1999

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